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wie „geil“ deutsch ist zeigt uns „pro Köln“

Über die rechtsextreme Schülerzeitung des „Jugendarbeitskreis Pro Köln“ wurde auf Indymedia ja bereits berichtet. Wie sie ihren Werbeslogan „Deutsch ist Geil“ verstehen, wurde dank der Recherche der Blogbetreiber von SpreeBlick heute bekannt. Das Foto, welches „pro Köln“ auf Flyern und im Internet veröffentlicht hat, stammt im Orginal von einer niederländische Pornoseite und wurde von den Kölner Rassisten ohne Berücksichtigung des Copyrights einfach geklaut. Seit Anfang letzter Woche macht die rechtsextreme „Bürgerbewegung pro Köln“ bundesweit Schlagzeilen mit ihrer rassistischen und nationalistischen Schülerzeitung „Objektiv“. Der menschenverachtende Inhalt dieses Blattes zeigt sich zum Beispiel an einem Artikel, in dessen fiktiver Szenedarstellung der Hauptschüler Ali, beispielhaft für alle Türken als abstoßendes Sexmonster dargestellt wird und die arme deutsche Jessica vergewaltigen will. Zitat: „Oh Mann, scheiße Alter: geile Braut –, die einmal ficken, man, das wäre geil: Ihr Arsch, die dicken Titten, die Haare, – das geht ab … Sie ist allein …, – also ran Alter, worauf wartest du noch.“
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Zwei Seiten vorher findet sich eine ganzseitige Anzeige, in welcher der „pro Köln“ Nachwuchs mit dem Foto einer jungen blonden Frau im kurzen Minirock und dem Slogan „Deutsch ist Geil“ um Mitstreiter wirbt. Wie sich der „Jugendarbeitskreis“ zu diesen perversen Phantasien inspirieren ließ, wurde nun bekannt. Denn bei der jungen Frau auf dem Bild handelt es sich keineswegs um eine deutsche Pro-Kölnerin, sondern um ein tschechisches Erotikmodel, welches einen Exklusivvertrag mit den Betreibern der niederländischen Website www.swXXXnaturalgirl.com besitzt. Diese haben auch das alleinige Copyright für die Bilder inne. Allerdings haben sie diese Bildrechte nicht an die geilen Deutschen aus Köln abgetreten und waren auch nicht besonders entzückt, als sie darauf aufmerksam gemacht wurden, für wen mit ihrem Bildmaterial geworben wird.
Mit demselben Motiv wurde von „pro Köln“ bereits im März diesen Jahres eine groß angelegte Flugblattaktion an Kölner Schulen durchgeführt.

Die Pressesprecherin der Kampagne „Kein Bock auf pro Köln“ dazu: „…Pro Köln vertritt ein reaktionäres Frauenbild. Dass die Frau ein bloßes Objekt des Mannes sein soll, zeigt sich unter anderem in ihren Publikationen und Schriften….“

Zum Stand der antifaschistischen Kampagne:

Mittlerweile wurden an 15 Kölner Schulen insgesamt 1800 „Kein Bock auf Pro Köln“ Flyer und 1300 Stück der Schülerzeitung vom Apabiz, Turn it Down und dem AIB verteilt. In den nächsten Tagen wird die Aktion weiter fortgesetzt.