Ein Lächeln wie aus der Zahnpasta-Werbung

Wer Jörg Uckermann eine Frage stellt, muss viel Zeit mitbringen. Der Masseur und medizinische Bademeister, neuerdings Funktionär der rechtsextremen Organisation „Pro NRW“, redet ohne Punkt und Komma. Wer ihm zuhört, den beschleicht die Sorge, dass der 39-Jährige im selbstverliebten Wortschwall das Atmen vergessen könnte.

„Wann ist Ihr nächster öffentlicher Auftritt?“, fragt der Reporter. Als Antwort ereifert Uckermann sich minutenlang über „fanatischen Multikultarismus“, über Männer mit „offener Taliban-ähnlicher Kleidung“ oder über „radikalen Islamismus, der unsere Städte überschwemmt“. Neulich, so sagt er, habe er „vor begeisterten Zuhörern“ ein „detailliertes kommunalpolitisches Programm vorgelegt“. Von der Schul- und Bildungspolitik über Wohnungs- und Städtebau bis hin „zur allgemeinen Forderung nach einer geistigen Anpassung der Einwanderer an unsere Werte“. Für alles biete er Lösungen an, sagt Uckermann. Die Frage nach seinem Auftrittstermin scheint er längst vergessen zu haben.


weiterlesen [KSTA 15.05.08]….