Von der CDU zu „pro Köln“

Der Kölner CDU-Politiker Jörg Uckermann steht offenbar vor dem Eintritt bei der rechtsextremen „Bürgerbewegung pro Köln“. Das berichtet der „Kölner Stadt-Anzeiger“ in seiner Online-Ausgabe vom Dienstag. Der stellvertretende Pro-Köln-Vorsitzende Markus Wiener bestätigte auf Anfrage der Zeitung, „dass Herr Uckermann bei uns mitmachen wird“. Der Kommunalpolitiker, gegen den der Kölner CDU-Vorstand im vorigen Dezember wegen angeblicher Wahlmanipulation ein Parteiausschlussverfahren eingeleitet hat, will Pro-Köln zufolge bei der Kommunalwahl 2009 auf der Liste der rechtsextremen Partei für den Rat kandidieren. Uckermann war lange Jahre Ortsverbandsvorsitzender der CDU im Stadtteil Ehrenfeld, in dem die umstrittene Moschee gebaut werden soll. Zuletzt war er auch stellvertretender Bezirksbürgermeister. Von diesem Amt ist Uckermann Ende Februar abgewählt worden. In dem Ausschlussverfahren hat das Kreisparteigericht der CDU noch nicht entschieden. Laut einer Pressemitteilung Pro-Kölns wird Uckermann im September auf einem geplanten „Anti-Islam-Kongress“ sprechen. Er selber war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.