“Pro Köln mit NPD-Methoden”

Der Rechtextremismus-Experte Toralf Staud hat “Pro Köln” bei einer Veranstaltung in Köln vorgeworfen, Methoden der NPD anzuwenden. Die lokale Organisation, die vom Verfassungsschutz unter dem Verdacht des Rechtsextremismus beobachtet wird, versuche mit Themen wie dem Moscheebau bürgerliche Stimmen zu sammeln, so Staud laut einem Bericht der Neuen Rheinischen Zeitung. Dies sei “ein ganz ähnliches Vorgehen, wie es vor allem bei der NPD in Ostdeutschland zu beobachten ist”, sagte Staudt. Er warnte davor, dass Rechtsextreme in manchen Kommunen bewusst Vereine unterwanderten: “Karnevalsvereine eignen sich zum Beispiel für rechte Agitation in politisch nicht korrekten Büttenreden. Da sollte man auch in Köln aufpassen, dass so etwas nicht passiert!”

Pro Köln kooperiert offenbar auch mit der NPD. Im September gab es offenbar ein Treffen zwischen NPD und Pro-Köln-Vertretern. Nach einem Aufmarsch der rechtsextremen Organisation im Juni 2007 hatten Teilnehmer randaliert. Sie errichteten Straßenbarrikaden und warfen mit Stühlen und Fahrrädern. Da die NPD im Westen offenbar in bürgerlichen Kreisen als unwählbar gilt, versuchen die Rechtsextremisten unter anderem durch bürgerliche Tarnlisten zum Erfolg zu kommen.

Quelle: NPD-Blog.info