Archiv für Januar 2008

Rechtspopulismus in Gestalt einer Bürgerbewegung

Die Landesarbeitsgemeinschaft der kommunalen Migrantenvertretungen/NRW hat nun die Langfassung der Expertise “Rechtspopulismus in Gestalt einer Bürgerbewegung” veröffentlicht. Die Untersuchung, die von der Arbeitsstelle Neonazismus der Fachhochschule Düsseldorf erstellt worden ist, behandelt die extrem rechten Gruppen Pro NRW, Pro Köln und Pro Deutschland. Auch in Münster wollte die Rechten einen Ableger gründen, was bislang noch nicht gelang. Die Expertise, die sowohl Geschichte, Strategie, Personal und Aktivitäten der Gruppen analysiert, wird durch einen umfangreichen Dokumenten-Anhang ergänzt.

Expertise hier downloaden (PDF, 38 MB)

Hetzkampagne der FPÖ ist „vorbildlich“

Hetzkampagne der FPÖ ist „vorbildlich“

Der „pro Köln“- und „pro NRW“-Vorsitzende Markus Beisicht soll bei der Kommunalwahl 2009 in der Domstadt als Oberbürgermeisterkandidat der rechtspopulistischen „Bürgerbewegung“ ins Rennen gehen. Eintreten will Beisicht unter anderem gegen „politische Korrektheit, Meinungsterror und Denkverbote“ und für „Minuszuwanderung“ und die „Verteidigung unserer rheinischen Lebensweise gegenüber der islamistischen Bedrohung“. Welche Art von Wahlkampf in Köln zu erwarten ist, deutete Beisicht inzwischen auch an. „Gerade auch für pro NRW vorbildlich und absolut nachahmenswert“ sei die Kampagne der Grazer FPÖ für die Kommunalwahl am kommenden Sonntag, erklärte er heute. Deren Spitzenkandidatin Susanne Winter war auch in Deutschland in die Schlagzeilen geraten, weil sie den Propheten Mohammed als „Kinderschänder“ bezeichnet, von einem „Einwanderungs-Tsunami“ schwadroniert und gefordert hatte, der Islam gehöre „dorthin zurückgeworfen, wo er hergekommen ist, hinter das Mittelmeer“. Beisicht hatte Winter durch einen Auftritt bei einer Wahlveranstaltung Ende November unterstützt und dabei die Grazer Rechtsauslegerin zu einem Gegenbesuch in Nordrhein-Westfalen eingeladen. (ts)

Quelle: www.bnr.de