Archiv für Oktober 2007

Termine zum Vormerken….

Am Sonntag den 04. November 2007 will die selbsternannte Bürgerbewegung „pro NRW“ ihre rassistische Hetze im Ratssaal der Stadt Gelsenkirchen (Emscherstr. 66) verbreiten. Der Ex-Republikaner Kevin Gareth Hauer, welcher inzwischen für die von ihm gegründete Gruppierung „pro Gelsenkirchen“ im Stadtrat sitzt, lädt zu einer Veranstaltung „über das Scheitern des multikulturellen Experiments im Ruhrgebiet sowie über die Folgen einer unkontrollierten Zuwanderungspolitik für unsere Großstädte am Beispiel Gelsenkirchen“ ein. Neben ihm sollen die beiden „pro Kölner„ Markus Beisicht und Judith Wolter sowie Rüdiger Schrembs aus München als Redner auftreten. Schrembs hat wie auch die beiden „pro Kölner“ und Gareth Hauer selbst eine lange rechtsextreme Karriere aufzuweisen, bis vor kurzen saß er noch im Landesvorstand der bayerischen NPD und war als Vorsitzender des „Arbeitskreises ‚Wirtschaft und Soziales‘ beim Parteivorstand“ tätig. Trat aber aufgrund einer Spaltung der extremen Rechten in München aus der Partei aus und tritt nun mit „pro München“ zur dortigen Stadtratswahl im März 2008 an. AntifaschistInnen werden diesen braunen Spuk im Rathaus jedoch nicht kommentarlos hinnehmen und ebenfalls vor Ort sein, alle Infos zu den geplanten Gegenaktivitäten findet ihr in den nächsten Tagen auf der Homepage der Jugendantifa Gelsenkirchen.

Um auf die neonazistischen Verflechtungen und offen rechtsextremen Hintergründe dieser “Bürgerbewegungen” aufmerksam zu machen, organisiert die Offene Antifa Recklinghausen in Zusammenarbeit mit der Gelsenkirchener Antifa am Dienstag, den 30.10. um 19 Uhr eine Infoveranstaltung im Alternativen Kulturzentrum an der König-Ludwig-Strasse 50 in Recklinghausen.

Feierabendbier mit Ultrarechten

Na dann mal Prost! Gesellig sitzen sie da zusammen, die selbst ernannten „Patrioten“. Im „Flämischen Löwen“, einer Kneipe in der Altstadt Antwerpens, wird mit reichlich belgischem Bier ein ereignisreicher Tag begossen. Die deutschen Rechtsextremen von „Pro Köln“, im Tross mit zwei Bussen angereist, sind zu Besuch bei ihren Verbündeten der rechtsradikalen Partei „Vlaams Belang“. Das Feierabendbier haben sich die Gesinnungsgenossen redlich verdient, denn tagsüber hat es einiges zu besprechen gegeben. Todesmutig ist man „zu Fuß“ durch „Einwanderer-Ghettos“ im Zentrum der Stadt gegangen, wird es später auf der Pro-Köln-Homepage heißen. Unter der Führung von „Vlaams Belang“-Funktionär Bart Debie, angeblich einem „ehemaligen Elite-Polizisten“, wurde hautnah besichtigt, „wohin Überfremdung, Islamisierung, sozialer Abstieg und öffentliche Verwahrlosung im Endstadium“ führen. Denn in Flandern, da wütet der Dschihad, da ist die Geißel der „Multikulti“-Gesellschaft allgegenwärtig, so die Botschaft der belgischen Ultrarechten. Für die rheinischen Kollegen sind das vertraute Töne. Auch sie wollen die Republik vor einer „Überfremdung“ retten. Nach Belgien war man Anfang September gereist, um die „Achse Antwerpen-Köln“ auszubauen, um „gemeinsam für ein wertebewusstes Europa der Vaterländer“ einzustehen.

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Immer wieder Dienstags


Erneutes Treffen hoher Rechter Funktionäre in Dormagen

Pressemitteilung, 10.Oktober 2007

Am Dienstag, den 09.Oktober 2007, sollte in Dormagen erneut ein Treffen führender Personen aus der extremen Rechten stattfinden, Der ehemals als Pressesprecher für den Düsseldorfer Rüstungskonzern Rheinmetall und die „Republikaner“ tätige Hans-Ulrich Pieper, hatte wieder zu den so genannten Dienstagsgesprächen geladen. Hierbei handelt es sich um eine Gesprächsrunde, die jeweils durch einen Referenten eingeleitet wird. Neben vielen Politikern der demokratischen Parteien treten insbesondere häufig Vertreter der extrem rechten Parteien oder Vereinigungen als Referenten bei den „Dienstagsgesprächen“ auf. Am gestrigen Dienstag sollte der niedersächsische NPD Spitzenkandidat Andreas Molau über die „jüngsten Hintergründe der Verweigerung der Versammlungsfreiheit informieren“. Hierzu kam es allerdings nicht, nachdem der Betreiber des „Hotel Höttche“ im Vorfeld von AntifaschistInnen über den Hintergrund der Veranstaltung informiert wurde. Der Wirt sagte das rechte Treffen in seinem Hause sofort ab. Auch der Ersatzveranstaltungsort dem „Knechtstedener Hof“ in Horrem setzte die Versammlung vor die Tür, nachdem mehrere engagierte DormagerInnen gegen das rechte Treffen protestiert hatten. Bei der Versammlung der Rechten waren unter anderem auch der stellvertretende Vorsitzende, der neu gegründeten rechten Partei „Pro NRW“, Daniel Schöppe, der „pro Köln“ Bezirksvertreter Heinz Kurt Täubner und der Multiaktivist der rechten Szene Björn Clemens aus Düsseldorf.

Sina Weidenreich von der Kampagne: ´Kein Bock auf „pro Köln“` erklärt zu den gestrigen Ereignissen: „Der braune Zirkel um Hans-Ulrich Pieper bekommt endlich Gegenwind aus der Gesellschaft. Wir hoffen, dass die DormagerInnen sich weiter dafür einsetzten, dass dem Treiben der extrem Rechten im Umland Dormagen ein Ende bereitet wird. Faschismus ist keine Meinung, darum sollte jeder Gastwirt in Dormagen diese brauen Gesellen sofort wieder vor die Tür setzten, wenn sie sich eingeschlichen haben. Nur entschiedener Widerstand kann eine Ausweitung der brauen Propaganda stoppen.“


Für mehr Informationen zu Andreas Molau[rechts] einfach das Bild anklicken