„Pro Deutschland“ unterstützt „pro NRW“

Die rechtspopulistische „Bürgerbewegung pro NRW“, entstanden aus der im Kölner Stadtrat vertretenen „Bürgerbewegung pro Köln“, will jetzt im August im Rheinland den Aufbau von festen Strukturen starten. Geplant seien in diesem Monat vier Veranstaltungen in Bonn, Hürth, Leverkusen und im Oberbergischen Kreis. Im Herbst sollen dann weitere Treffen im Ruhrgebiet – in Gelsenkirchen ist die Gruppierung nach dem Beitritt eines Republikaner-Stadtverordneten bereits im Rat vertreten – und im Münsterland folgen. Der „pro NRW“-Vorsitzende Markus Beisicht erklärte: „Insgesamt haben wir somit zwei Jahre vor den nächsten Kommunalwahlen und fast drei Jahre vor der NRW-Landtagswahl eine erfreuliche Zwischenbilanz vorzuweisen auf unserem Weg zu einer flächendeckenden Präsenz in Nordrhein-Westfalen.“ Intern scheint ein Stolperstein aus dem Weg geräumt zu sein: Bisher hatte es nebeneinander die „Bürgerbewegung pro NRW“, angeführt vom „pro Köln“-Vorsitzenden Beisicht, und eine „Bürgerbewegung pro Deutschland“, angeführt vom „pro Köln“-Schatzmeister Manfred Rouhs, gegeben. „Pro NRW“ konzentrierte sich weitgehend auf NRW, während „pro Deutschland“ beispielsweise auch einen Ableger in Berlin förderte. Rouhs erklärte nun am 31. Juli seinen Beitritt zu „pro NRW“ und seine Bereitschaft, beim Aufbau von Strukturen im Rheinland mitzuhelfen. Bis 2009, wenn die „pro NRW“-Gruppen zur Kommunalwahl antreten wollen, werde „pro Deutschland“ „keinen aktiven Verbandsaufbau betreiben, sondern lediglich Arbeitshilfen für selbständige politische Aktivitäten der pro-Deutschland-Mitglieder zur Verfügung stellen“, versicherte Rouhs. Dies gelte auch für Berlin: „Eine Entscheidung über eine Teilnahme an der Berliner Landtagswahl 2011 wird erst nach der nordrhein-westfälischen Kommunalwahl im Herbst 2009 getroffen.“ (ts)

Quelle: Bnr [01.08.07]