Archiv für Juli 2007

Beisicht im Gespräch mit «Deutsche Stimme»

In ihrer Juliausgabe interviewt die NPD Parteizeitung «Deutsche Stimme»
den «pro Köln»-Vorsitzenden Markus Beisicht zum Thema Moscheebau in Köln. Nachdem Beisicht die Aktivitäten der sogenannten Bürgerbewegung gegen den Moscheebau ins rechte Licht gerückt hat, – natürlich sind die Medien und die etablierte Politik Schuld daran, dass das Bürgerbegehren gescheitert ist –, antwortet er auf die Frage «Sehen Sie die Stadt vom Islam bedroht?» in Köln hätten sich «regelrechte ethnische Ghettos» gebildet, die Integrationsfrage stelle sich hier andersherum. Die Islamisten seien gut organisiert, verfügten über ausreichende Finanzen und klare Wertvorstellungen. Deshalb sehe er «durchaus die Gefahr der Islamisierung und Verfestigung von Parallelgesellschaften». Man führe aber keinen «Religionskrieg».

Nach dem Verhältnis zur örtlichen NPD gefragt, betont Beisicht, es gäbe weder bei diesem noch bei anderen Themen eine politische Zusammenarbeit und führt aus: «Dafür gibt es einfach zuviel Trennendes, sowohl inhaltlicher als auch strategischer Natur. Wie Sie sicher wissen, ist pro Köln 2004 deshalb in Konkurrenz zu den klassischen Rechtsparteien in Köln angetreten und hat sich mit weitem Abstand durchgesetzt. Wir nehmen deshalb für uns in Anspruch, in Köln alleine die Oppositionsrolle von rechts wahrzunehmen. Aber wir sehen unsere Hauptaufgabe im Kampf gegen Multikulti, Kriminalität und Korruption, und nicht in der Auseinandersetzung mit rechten Konkurrenzparteien. Die örtlichen alten Rechtsparteien haben zudem das Thema Moscheebau, wie so vieles andere auch, weitgehend verschlafen.»

Das ist auf jeden Fall undankbar, denn noch im März 2003 füllten etliche NPD-Anhänger die Reihen der Pro-Köln-Demos auf, als sie in Chorweiler und Mülheim zu ersten Protesten gegen die «Großmoschee» aufriefen.

erschienen in den Antifaschistischen Nachrichten 15/2007

Konzept „Volksgemeinschaft“

München. In einem Leserbrief in der neofaschistischen Zeitschrift „Nation und Europa“ (3-2007) lobte der Kreisrat der extrem rechten „Deutschen Partei“ (DP), Wolfgang Bukow aus Gröbenzell, die „Bürgerbewegung pro München“ in den höchsten Tönen. „Pro München“ orientiere sich „am Vorbild des Nationalen Bündnis Dresden und distanziert sich ausdrücklich von jeglicher Abgrenzung“, so Bukow. Die im Januar 2006 gegründete Bürgerinitiative ´“Pro München“ e.V. sei „ein Zusammenschluß von Patrioten aller nationalen und freiheitlichen Parteien und Organisationen“. In „diesem Bündnis arbeiten Mitglieder der NPD, der DP, der CSU(!), des Konvents der Russlanddeutschen und der freien Kameradschaften mit ehemaligen Mandatsträgern und Funktionären der Republikaner und des BFB eng zusammen für den Sturm auf das Münchner Rathaus“. Vor Ort stellt sich „Pro München“ als „das Sprachrohr des „kleinen Mannes“ und als „“sozial-patriotische Kraft“ dar, „die die Sorgen und Probleme der Münchner aufgreift und interessante Lösungskonzepte anbieten kann“.

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„Pro Deutschland“ auch in Bayern

Im mittelfränkischen Weißenburg-Gunzenhausen ist der erste bayerische Kreisverband der extrem rechten „Bürgerbewegung pro Deutschland“ gegründet worden. Man wolle „ab sofort im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen ein nonkonformes Gegengewicht zu den alten politischen Kräften bilden“, so „Pro Deutschland“.

Die bundesweite Ausdehnung war bereits im Herbst vergangenen Jahres angekündigt worden: Damals hatte der einstige JN-Funktionär und jetzige Vorsitzende von „Pro Deutschland“ Manfred Rouhs, der zugleich Stadtrat von „Pro Köln“ ist, in seiner Schlussansprache auf der 1. „Pro-Deutschland“-Bundesversammlung dafür geworben, „in möglichst vielen Städten und Landkreisen mit Petitionen zu Themen, die dem Bürger auf den Nägeln brennen, ins politische Geschehen einzugreifen“ und entsprechende Flugblätter „in möglichst hoher Auflage an die Haushalte“ zu verteilen.

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#… neuer Vortrag & Interview …#

Das überarbeiten der Homepage dauert wohl noch ein paar Tage, tatenlos sind wir dennoch nicht. Gemeinsam mit dem Antifa AK und dem Antifa Cafe haben wir einen Vortrag zum Thema „Köln ganz Rechts“ erstellt, welcher ausführlich über den Rechten Rand hier vor Ort informiert [falls ihr Interesse daran habt, mailt uns einfach, genauso wenn ihr Bock habt euch in die Kampagne einzubringen].

Und hier noch ein Inteview von uns mit dem Bonner Uni Radio