Archiv für Juni 2007

erste Berichte

erstmal danke an alle die sich an den aktionen am wochenende beteiligt haben. ín ein paar tagen findet ihr hier einen ausführlichen rückblick[bis dahin haben wir euch ein paar artikel verlinkt]. natürlich gibt’s hier auch weiterhin aktuelle infos zu den umtrieben der selbst ernannten „bürgerbewegung pro köln“, schaut einfach regelmäßig mal vorbei

  • indymedia:
    mal wieder was los in köln
    fotos: aufgelöste nazidemo köln

    1. tapette1

    PS: WER AM W-ENDE NOCH FOTOS GEMACHT HAT KANN UNS DIESE GERNE ZUKOMMEN LASSEN. MAIL @… KEINBOCKAUFPROKOELN@GMX.NET

    Rechtsextremisten wollen Moscheebau in Domstadt verhindern. Schriftsteller Giordano mischt mit. Antifaschisten wollen rechten Aufmarsch am Sonnabend verhindern

    Neue Situationen erfordern neue politische Bündniskonstellationen. So, oder so ähnlich könnte das Motto lauten, unter dem die rechtsextreme »Bürgerbewegung Pro Köln« und der Schriftsteller und Holocaust-Überlebende Ralph Giordano derzeit die Schlacht gegen den Bau einer Moschee im Kölner Stadtteil Ehrenfeld führen. Mögen die Methoden der selbsternannten Retter des christlichen Abendlandes noch so unterschiedlich sein, ihre rassistischen Phrasen unterscheiden sich nur partiell voneinander.

    Während die rechtsextreme »Bürgerbewegung«, die in Fraktionsstärke im Rat der Stadt Köln vertreten ist, ihre Anhängerschaft für kommenden Sonnabend zu einer Demonstration gegen den Bau der Moschee mobilisiert, nutzt Giordano seine Bekanntheit, um die angespannte Debatte für eine Art Generalabrechnung mit Muslimen zu mißbrauchen. In nicht zu überbietender Pauschalität geißelte der Publizist die »zahllosen Facetten grundgesetzwidriger Wirklichkeit in den muslemischen Parallelgesellschaften« und die »klammheimlichen und offenen Sympathien für den Terror aus dem Islam«. Den geplanten Bau der Moschee bezeichnete er als »Provokation«. »Was sich da in Deutschland tut – Moscheen schießen wie Pilze aus der Erde –, beunruhigt mich aufs tiefste«, erklärte er weiter. Die »Bürgerbewegung Pro Köln« hätte es kaum besser formulieren können und versuchte, den Schriftsteller politisch zu vereinnahmen. Diese Umarmung wies Giordano allerdings entschieden zurück und bezeichnete »Pro Köln« als die »lokale Variante des zeitgenössischen Nationalsozialismus«, deren Anhänger ihn, »wenn sie könnten wie sie wollen, in die Gaskammer stecken« würden. Dies brachte ihm eine Strafanzeige wegen Verleumdung ein, bewegte ihn aber nicht dazu, seine islamophoben Ansichten zu überdenken.

    Die Vereinnahmungsversuche der Rechtsextremisten dürften Giordano nicht sonderlich überraschen. Erst kürzlich konstatierte er, daß es »Deutschlands großzügiges Ausländerrecht und seine bereitwillige Sozialhilfe« gewesen seien, die »es zum bequemen Aufenthaltsort für Terroristen gemacht« hätten. Während der Kölner Oberbürgermeister Fritz Schramma (CDU) Giordanos Äußerungen als »Wasser auf die Mühlen der Rechtsradikalen« bezeichnete, zeigte sich Jörg Detjen, Vorsitzender der Linksfraktion im Rat der Stadt, »verwundert«. Nicht etwa, weil die rechtsextreme Gruppierung »Pro Köln« begeistert sei, sondern weil »Giordano Grundwerte wie Toleranz, die er viele Jahre immer wieder eingefordert habe, jetzt über Bord wirft.«

    Neben »Pro Köln« mobilisieren mittlerweile auch der nordrhein-westfälische Landesverband der neofaschistischen NPD samt seines Jugendverbandes, JN, Teile der sogenannten Freien Kameradschaften, Gliederungen der belgischen Neonazis Vlaams Belang und der rechtspopulistischen Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ) zu dem rassistischen Aufmarsch nach Köln. Antifaschisten rufen zu einer Demonstration auf, die um 10 Uhr am Kölner Westbahnhof starten und direkt am Treffpunkt der Rechten vorbeiführen soll. »Einen rechten Aufmarsch dieser Qualität hat es in Köln seit vielen Jahren nicht gegeben, wir rufen alle Menschen dazu auf, sich an den Gegenaktivitäten zu beteiligen und den rassistischen Mob von rechtskonservativen Bürgern über Rechtspopulisten aus dem In- und Ausland bis hin zu militanten Neonazis, nicht ungestört durch Ehrenfeld laufen zu lassen«, erklärte Sina Weinreich von der Kampagne »Kein Bock auf Pro Köln«.

    Erschienen am 14.06.2007 in der Tageszeitung Junge Welt

    News.Update fürs W-ende [2]

    hier nun weitere Infos….

    Stadtplan [als pdf]

    Die Nummer vom Infotelefon:

    0221 – 4 70 59 94

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      Endlich ist nun auch unser Aufruf online
      , also fleißig ausdrucken, kopieren und vor allem lesen

      Wir haben übers Wochenende eine Schlafplatzbörse eingerichtet, wer welche benötigt meldet sich bitte so schnell wie möglich unter keinbockaufprokoeln@gmx.net oder über das Eingabeformular in der Kontaktrubrik [Isomatten und Schlafsäcke nicht vergessen].

      Hier findet ihr noch ein paar wichtige Tipps für die Demos

      EA: 0221 – 9 32 72 52 [für beide Tage]

      Stadtplan, die Nummer des Infotelefons und aktuelle Infos folgen am Mittwoch Abend….

    .

    Da bedauerlicherweise der Kapitalismus mit dem G8-Gipfel immer noch nicht überwunden werden konnte, kostet politische Arbeit leider weiterhin Geld. Deshalb freuen wir uns auch immer über Unterstützung, wer also zu viel davon hat kann gerne etwas auf folgendes Konto überweisen…

    Spendenkonto: VVN
    Stichwort: Kein Bock auf pro Köln
    Konto-Nr. 1130 46 9000
    BLZ: 370 101 11

    …auch Kleinvieh macht Mist

    Artikel aus der aktuellen Jungle World

    Mer wolle keine Moschee in Kölle

    Ralph Giordano spricht sich gegen Moscheen in Deutschland aus und kritisiert das »großzügige Ausländerrecht«. von pascal beucker

    Die Friedenskirche im Stadtteil Ehrenfeld steht nur wenige Minuten Fußweg entfernt von der geplanten neuen repräsentativen Moschee. Unter dem Titel »Was uns verbindet« soll in dem protestantischen Gotteshaus an diesem Samstag eine »Diskussion über Frieden, Toleranz und Menschenwürde« stattfinden. Sie gehört zum Rahmenprogramm des derzeit das katholische Köln erschüt­ternden Evangelischen Kirchentags. Als Diskutanten eingeladen hat das »Kultur-Forum Türkei Deutschland« neben zwei Pfarrern noch die SPD-Bundestags­abgeordnete Lale Akgün, den Journalisten Gün­ter Wallraff sowie den Schriftsteller Hüseyin Erdem, Gründungsvorsitzender des kurdischen Pen-Zentrums. Und Ralph Giordano. Er wird nicht kommen. Der Brief, mit dem der 84jährige Publizist seine Ab­sage mitteilte, hat das säkulare linksliberale Kultur-Forum überrascht.

    weiterlesen…..

    Rechtes Aufbäumen am Rhein

    Während an der Ostsee vermummte Polizeibeamte hunderte DemonstrantInnen verletzen und momentan mit der Unterstützung des Millitärs die letzten Grundrechte einfach außer Kraft setzen, läuft in Köln die extreme Rechte zu neuer Hochform auf.
    transpiGrün
    +++ mehr als 10 000 rechte Flugblätter allein im Stadtteil Ehrenfeld +++ Rechte stören Bürgeranhörung massiv +++ schlechte Kommunikationguerillia von Rechts +++ NPD, JN und Kameradschaften kündigen sich, ebenso wie HC Strache (FPÖ/Österreich) und Vlaams Belang (Belgien) für die Demo am 16.Juni an +++

    Link zum Indymedia-Feature [Fotos,…]

    (mehr…)

    InfoVeranstaltungen

    Donnerstag 14.Juni 2007 – Beginn 20 Uhr
    `Die Biedermänner vom Rhein – oder Hintergründe über „pro Köln“´
    Über 16.000 Kölner WählerInnen haben bei den letzten Kommunalwahlen in NRW ihr Kreuz bei der extrem rechten „Bürgerbewegung pro Köln“ gemacht. Ergebnis: 4,7 Prozent und eine vierköpfige „pro Köln“-Fraktion im Kölner Stadtrat, die zwischenzeitlich sogar angewachsen ist. Sowohl auf parlamentarischer Ebene als auch im außerparlamentarischen Raum zeigt sich die Truppe um Manfred Rouhs sehr agil und relativ erfolgreich. Seit einiger Zeit wird dieses ‚Erfolgsmodell‘ sogar in andere Städte exportiert. Die Veranstaltung beschäftigt sich mit den Aktivitäten, Strukturen sowie den Gründen für die relativ erfolgreiche politische Arbeit von „pro Köln“. Zudem werden Möglichkeiten vorgestellt, diesem Treiben entgegenzuwirken.

    Ort: Allerweltshaus, Körnerstr. 77-79, 50823 Köln

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    Auch auf dem „festival contre le racisme“ werden wir gemeinsam mit dem Antifa AK Köln vertreten sein und 2 Veranstaltungen anbieten. Für mehr Infos clickt einfach auf das Banner….
    contre le racisme

    … natürlich gibts auf allen Veranstaltungen auch aktuelle Infos zum 15. & 16.Juni …