Pressemitteilung -Wieder rechte Propaganda an Kölner Schulen!

Wieder rechte Propaganda an Kölner Schulen!

Heute am 2. Mai 2007 erschien die rechte „Jugendzeitung Objektiv“ zum dritten Mal. Herausgeber der Zeitung ist, wie bei den ersten beiden Ausgaben, Martin Schöppe der für die extrem rechte „Bürgerbewegung pro Köln“ in der Bezirksvertretung Köln-Chorweiler sitzt.
Die Zeitung, die in den nächsten Wochen wieder vor den Kölner Schulen verteilt werden wird, verbreitet rassistische und geschichtsrevisionistische Propaganda. Im Leitartikel „Multi-Kulti-Kriminalität explodiert“ werden rassistische „Argumentati-onsmuster“ als Ursache für die Jugendkriminalität in Großstädten verwendet. So würde Eltern in Familien mit Migrationshintergrund sich nicht um ihre Kinder küm-mern „in einer Form, die wir in der westlichen Welt Erziehung nennen.“ (Aus „Objektiv Nr. 3, S.13) Die Pressesprecherin der Kampagne „Kein Bock auf ´pro Köln`“ Sina Weidenreich dazu: „Diese Art von Rassismus, der sich scheinbar den Problemen migrantischer Mitbürger annimmt, ist einfach nur ekelhaft. Im Gewande der Sachlichkeit wird das rassistische Bild eines „schmarotzenden, kriminellen und keiner bürgerlichen Verhal-tensweisen fähigen ´Ausländers` produziert.“

In dem Artikel „Die letzten Deutschen“ wird ein Bild einer Zukunft entworfen das jed-weder real gesellschaftlichen Tendenz entbehrt. So sei die deutsche Sprache in Zu-kunft in Deutschland eine „Fremdsprache“, weil die „Türken“ alle gesellschaftlichen Bereiche besetzt hätte. Für die deutschsprachigen Bürger der BRD würde dann ein Reservat in Anatolien von der türkischen Regierung zu Verfügung gestellt. Dies alles soll laut „pro Köln“: „irgendwann einmal Wahrheit“ werden. (Zitate aus Objektiv Nr. 3, S.17-19) Pressesprecherin Sina Weidenreich dazu: „Mit dem Bild des Genozids an den nord-amerikanischen Eingeborenen zu spielen ist einfach nur pervers. Diese Art von Wahnvorstellungen und Selbstvernichtungswahn muss entschieden zurückgewiesen werden.“
In der aktuellen Ausgabe wird zu dem das Buch „1939 – Der Krieg, der viele Väter hatte“ vom rechten Autor Gerd Schultze-Rhondorf vorgestellt. Der Autor der immer wieder geschichtsrevisionistische Thesen verbreitet und auch keine Probleme hat mit extrem rechten Organisationen zusammenzuarbeiten wird in dem Artikel als ein „nonkonformer Historiker“ präsentiert. In dem vorgestellten Buch behauptet der Autor zum Beispiel, dass zwischen 1933 und 1938 Deutschland ein Zufluchtsort für Jüdinnen und Juden aus Polen gewesen wäre. Neben diesen antisemitischen geschichtsrevisionistischen Thesen geht es dem Autor und auch „pro Köln“ hauptsächlich darum, die Alleinschuld Deutschlands am „Zweiten Weltkrieg“ zu relativieren. Pressesprecherin Sina Weidenreich dazu: „Die aufgeführten Thesen in dem Artikel und in dem Werk selber halten keiner geschichtswissenschaftlichen Untersuchung auch nur annähernd stand, diese Aussagen sind nichts weiter als extrem rechter Ge-schichtsrevisionismus.“

Die Kampagne „Kein Bock auf ´pro Köln`“ ruft alle Schülerinnen und Schüler dazu auf sich gegen die rassistische Propaganda von „pro Köln“ zu wehren. Pressesprecherin Sina Weidenreich dazu: „Es gibt viele mögliche Wege sich aktiv gegen die Verteilung der rechten Propaganda vor der Schule zu wehren. Wir rufen dazu auf, den brauen Müll dorthin zu befördern wo er hingehört nämlich in die Mülltonnen.“