Archiv für Mai 2007

Protestieren! Stören, Blockieren, Verhindern!

Die extrem rechte „Bürgerbewegung pro Köln“ will am 16.Juni einen „Schweigemarsch“ mit schwarzen Fahnen im Kölner Stadtteil Ehrenfeld durchführen. Ziel ihrer rassistischen Anfeindungen ist diesmal der geplante Neubau eines Moscheegebäudes an der Venloerstraße. Nicht nur die altgedienten Neofaschisten von „pro Köln“ samt ihrer Ableger aus ganz NRW sondern auch Neonazis aus dem „Kameradschafts“-Spektrum mobilisieren zu diesen Aufmarsch, für den sich bereits einige Größen des extrem rechten Spektrums als Redner angekündigt haben.

plakat 16.06.07

Uns die Straßen und nicht dem rechten Mob!

Den rassistischen Mob stoppen!

Die städtische Bürgeranhörung zum Moscheebauneubau findet am 29.Mai um 19h30 in der Aula des Gymnasiums Kreuzgasse [Vogelsangerstr. 1, 50823 Ehrenfeld] statt. Die extrem rechte „Bürgerbewegung pro Köln“ und ihre dazugehörige „Bürgerinitiative“ mobilisieren massivst um die Veranstaltung zu stören. Damit diese „Bemühungen“ ins Leere laufen, ist es wichtig, dass viele AntifaschistInnen und AntirassistInnen vor Ort sind, um das Ganze angemessen zu begleiten…..

kommt zur antifaschistischen Kundgebung ab 18 Uhr


WDR-Radiobericht zu einer ähnlichen Veranstaltung im letzten Jahr

Manege frei für „pro Köln“


„Die Ehrenfelder Moscheegegner und zahlreiche pro-Köln-Aktivisten werden den etablierten Politikern vor der heutigen Ratssitzung einen gebührenden Empfang bereiten!“, kündigte die extrem rechte „Bürgerbewegung pro Köln“ auf ihrer Homepage an. Um 14:30 Uhr sah das Bild vor Ort allerdings ganz anders aus. Gerade einmal 40 „Moscheegegner“ hatten sich eingefunden, außer dem üblichen „pro Köln“ Mob und ein paar Neonazis war allerdings niemand gekommen. Diese wurden dann von der Polizei in einem extra für ihren Wanderzirkus abgesperrten Bereich untergebracht und ca. 90 Min. lang von mehr drei mal so vielen AntifaschistInnen (& der Clowns Army) verspottet. Hier ein paar Bilder und Videos vom „pro Köln“ Zoo.
Sicher hatte der rassistische Mob von „pro Köln“ sich den heutigen Nachmittag etwas anders vorgestellt. „Die etablierten Ratspolitiker, die den Bürgerwillen in Sachen Großmoschee seit Jahren ignorieren, sollen zu dieser wichtigen Sitzung gebührend empfangen werden!“, hatten sie auf ihrer Homepage großmäulig angekündigt. Stattdessen wurde ihnen ein gebührender Empfang bereitet. Da der Zulauf zur rechten Mahnwache jedoch sehr verhalten ausfiel, gesellten sich spontan ca. 20 Clowns mit in den Käfig und stimmten Parolen an. Leider wurden sie nach einer knappen halben Stunde wegen angeblicher Störung aus der Kundgebung entfernt. Aber auch im weiteren Verlauf der Veranstaltung kümmerten die Clowns sich rührend um jeden einzelnen Rassisten, mensch begleitete jeden Neuankömmling in den Käfig (und die Genervten natürlich auch wieder heraus). Später brachten sie die sichtlich mehr als irritierten „pro Kölner“ sogar noch zur Ratshaustür, hierbei schlug ein „Moscheebaugegner“ einen der Clowns äußerst brutal nieder (dieser blieb zum Glück jedoch unverletzt;). Auch sonst war der immer weiter schrumpfende Häuflein Rechter hinter ihren Gittern mit der Situation mehr als überfordert. Nicht einmal die Lautsprecheranlage funktionierte ordentlich, sondern spuckte Biedermannis Rede nur in Bruchstücken aus. Gegen 16 Uhr wurden dann auch die letzten „Moscheebaugegner“ von den Clowns zur Zuschauertribüne des Rathauses gebracht. Auch dort werden sie am heutigen Abend keinen großen Spaß mehr haben, schließlich hat die Verwaltung schon vor Tagen angekündigt, dass das Begehren aufgrund fast 8000 ungültiger Unterschriften unzulässig ist. Insgesamt ein aus antifaschistischer Sicht sehr erfolgreicher Nachmittag.

Link zum IndymediaArtikel [viele Fotos, etc…]

& ein kleines Video….

alles neu und überhaupt…

Willkommen auf dem Blog der Kampagne „Kein Bock auf pro Köln“, hier findet ihr in Zukunft die verschiedensten (Hintergrund)Infos über die extrem rechte „Bürgerbewegung pro Köln“. Vorerst dient dieser Blog hauptsächlich als Infoseite für die Aktivitäten rund um den 15. & 16.Juni, hier findet ihr ständig die aktuellsten Infos….

2 Veranstaltungen im Berliner Norden

Wir bedanken uns für die Einladung des antirassistischen Bündnisses Berlin Heinersdorf….

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Pressemitteilung -Wieder rechte Propaganda an Kölner Schulen!

Wieder rechte Propaganda an Kölner Schulen!

Heute am 2. Mai 2007 erschien die rechte „Jugendzeitung Objektiv“ zum dritten Mal. Herausgeber der Zeitung ist, wie bei den ersten beiden Ausgaben, Martin Schöppe der für die extrem rechte „Bürgerbewegung pro Köln“ in der Bezirksvertretung Köln-Chorweiler sitzt.
Die Zeitung, die in den nächsten Wochen wieder vor den Kölner Schulen verteilt werden wird, verbreitet rassistische und geschichtsrevisionistische Propaganda. Im Leitartikel „Multi-Kulti-Kriminalität explodiert“ werden rassistische „Argumentati-onsmuster“ als Ursache für die Jugendkriminalität in Großstädten verwendet. So würde Eltern in Familien mit Migrationshintergrund sich nicht um ihre Kinder küm-mern „in einer Form, die wir in der westlichen Welt Erziehung nennen.“ (Aus „Objektiv Nr. 3, S.13) Die Pressesprecherin der Kampagne „Kein Bock auf ´pro Köln`“ Sina Weidenreich dazu: „Diese Art von Rassismus, der sich scheinbar den Problemen migrantischer Mitbürger annimmt, ist einfach nur ekelhaft. Im Gewande der Sachlichkeit wird das rassistische Bild eines „schmarotzenden, kriminellen und keiner bürgerlichen Verhal-tensweisen fähigen ´Ausländers` produziert.“

In dem Artikel „Die letzten Deutschen“ wird ein Bild einer Zukunft entworfen das jed-weder real gesellschaftlichen Tendenz entbehrt. So sei die deutsche Sprache in Zu-kunft in Deutschland eine „Fremdsprache“, weil die „Türken“ alle gesellschaftlichen Bereiche besetzt hätte. Für die deutschsprachigen Bürger der BRD würde dann ein Reservat in Anatolien von der türkischen Regierung zu Verfügung gestellt. Dies alles soll laut „pro Köln“: „irgendwann einmal Wahrheit“ werden. (Zitate aus Objektiv Nr. 3, S.17-19) Pressesprecherin Sina Weidenreich dazu: „Mit dem Bild des Genozids an den nord-amerikanischen Eingeborenen zu spielen ist einfach nur pervers. Diese Art von Wahnvorstellungen und Selbstvernichtungswahn muss entschieden zurückgewiesen werden.“
In der aktuellen Ausgabe wird zu dem das Buch „1939 – Der Krieg, der viele Väter hatte“ vom rechten Autor Gerd Schultze-Rhondorf vorgestellt. Der Autor der immer wieder geschichtsrevisionistische Thesen verbreitet und auch keine Probleme hat mit extrem rechten Organisationen zusammenzuarbeiten wird in dem Artikel als ein „nonkonformer Historiker“ präsentiert. In dem vorgestellten Buch behauptet der Autor zum Beispiel, dass zwischen 1933 und 1938 Deutschland ein Zufluchtsort für Jüdinnen und Juden aus Polen gewesen wäre. Neben diesen antisemitischen geschichtsrevisionistischen Thesen geht es dem Autor und auch „pro Köln“ hauptsächlich darum, die Alleinschuld Deutschlands am „Zweiten Weltkrieg“ zu relativieren. Pressesprecherin Sina Weidenreich dazu: „Die aufgeführten Thesen in dem Artikel und in dem Werk selber halten keiner geschichtswissenschaftlichen Untersuchung auch nur annähernd stand, diese Aussagen sind nichts weiter als extrem rechter Ge-schichtsrevisionismus.“

Die Kampagne „Kein Bock auf ´pro Köln`“ ruft alle Schülerinnen und Schüler dazu auf sich gegen die rassistische Propaganda von „pro Köln“ zu wehren. Pressesprecherin Sina Weidenreich dazu: „Es gibt viele mögliche Wege sich aktiv gegen die Verteilung der rechten Propaganda vor der Schule zu wehren. Wir rufen dazu auf, den brauen Müll dorthin zu befördern wo er hingehört nämlich in die Mülltonnen.“